Aktuelles

STIMMEN AUS DER WIRTSCHAFT

Zahlreiche Unternehmen aus der Lebensmittelbranche haben sich zu einem Verzicht auf die betäubungslose Kastration deutlich vor der gesetzlich verbindlichen Frist 01.01.2021 verpflichtet.

Wir handeln seit dem 1. Januar 2017 kein Schweinefrischfleisch von kastrierten Tieren (ausgenommen Bio-Ware). Die aktuell zur Verfügung stehenden Alternativen, wie die Ebermast oder die Impfung zur vorübergehenden Unterdrückung des Ebergeruchs, werden akzeptiert. Wir streben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen unkastrierten männlichen sowie weiblichen Tieren an1.

ALDI NORD

Ab dem 1. Januar 2017 fordern wir von unseren Lieferanten im Bereich Frischfleisch, kein Schweinefleisch von kastrierten Tieren (ausgenommen Bio-Ware) zu liefern. Alle aktuell zur Verfügung stehenden Alternativen, wie beispielsweise die Ebermast oder die Impfung zur vorübergehenden Unterdrückung des Ebergeruchs, werden akzeptiert. Wir streben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen unkastrierten männlichen sowie weiblichen Tieren an2.

ALDI SÜD

Wir akzeptieren kein Frischfleisch von betäubungslos kastrierten Tieren. 3

LIDL

Die REWE Group akzeptiert alle in Deutschland gesetzlich erlaubten Verfahren als Alternative zur betäubungslosen Kastration. Tiergesundheit und Tierwohl müssen hierbei stets im Fokus stehen. Die Eberimpfung ist in diesem Zusammenhang die Alternative, bei der das Tier den geringsten Störungen ausgesetzt ist. Bereits im August 2015 hat die REWE Group das Ziel ausgesprochen, schnellstmöglich nur noch frisches Schweinefleisch zu vermarkten, das nicht von betäubungslos kastrierten Schweinen stammt. 4

REWE


STIMMEN AUS DER POLITIK

Auszug aus der Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zum „Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration“ 6

Mit der Jungebermast, der Immunokastration und der chirurgischen Ferkelkastration unter Betäubung stehen drei alternative Verfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration zur Verfügung, die in unterschiedlichem Ausmaß bereits in der Praxis angewandt werden.

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen. 7
Wo besteht nach Ansicht der Bundesregierung noch Forschungs- und Abstimmungs- bedarf bei der Umstellung der Verfahren?

Der grundlegende Forschungsbedarf ist aus der Sicht der Bundesregierung bearbeitet. Es liegt in der Verantwortung der Wirtschaft, den Umstellungsprozess zu vollenden.

Auszug aus der Stellungnahme Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration von L. M. Karpeles und Dr. C. Jäger (Landestierschutzbeauftragte Baden-Württemberg) 8

Die (Impfung) stellte ein Verfahren dar, welches die Vorzüge von Jungebermast und Kastration vereinigt, ohne chirurgisch invasiv einzugreifen. So schätzt die Stabsstelle dieses Verfahren … als wenig riskant ein. Sie bewertet die Methode aus Tierschutzsicht als das derzeit beste Verfahren.


STIMMEN AUS VERBÄNDEN UND DER WISSENSCHAFT

Die Impfung gegen Ebergeruch ist aus wissenschaftlicher Sicht das Mittel der Wahl. 9

Dr. Lars Schrader
Leiter des Instituts für Tierhaltung des FLI Celle

Die Impfung gegen Ebergeruch ist inzwischen ein europaweit zugelassenes Verfahren, das die Anforderungen hinsichtlich Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit erfüllt. 10

Jörg Hannemann
Vorsitzender Bundesverband für Tiergesundheit

Die Immunokastration funktioniert zuverlässig. Die Forschungsarbeiten dazu sind abgeschlossen, es gibt also durchaus funktionsfähige Alternativen zur betäubungslosen Kastration.11

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Mettenleiter
Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts

Für mich ist die so genannte Immunokastration aktuell die einzige kurzfristig verfügbare Methode, um bei Kastrationsverzicht Tierschutz und Verbraucherschutz sicherzustellen.12

Prof. Dr. Ulrike Weiler
Universität Hohenheim

Es ist daher unstrittig, dass für die Tiere mit der Impfung die geringsten Nachteile entstehen. Sie ist aus der Sicht des Tierwohl die erste Wahl.13

Prof. Dr. Thomas Blaha
Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.

  • 9 Dr. Lars Schrader, Leiter Instituts für Tierhaltung des FLI anlässlich des 15. Bauerntages der VzF GmbH, Juni 2014
  • 10 Jörg Hannemann, in der Pressemeldung zur 27. BfT-Mitgliederversammlung im Mai 2013
  • 11 Prof. Dr. Dr. hc. Thomas Mettenleiter anlässlich des ersten Tönnies Forschungs-Symposiums, Berlin, November 2011
  • 12 Interview dlz Primus Schwein April 2016
  • 13 Interview dlz Juli 2016

STIMMEN VON PRAKTISCHEN TIERÄRZTEN

Im Zuge des Ausstiegs aus der betäubungslosen Ferkelkastration sehe ich die Impfung als beste Alternative weil sie die tierfreundlichste Möglichkeit ist Ebergeruch im Fleisch zu vermeiden. Das ist gelebter Tierschutz.

Tierarzt Ralf Stuhldreier
Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Büren FGS GmbH

Ich glaube, dass die Impfung gegen Ebergeruch eine gute Alternative zur Kastration darstellt, weil sie eine wissenschaftlich gesicherte und dazu eine elegante und wirtschaftliche Methode darstellt.

Dr. med. vet. Otto von Ahn
Tierärztliche Praxis Ottersberg

Es gibt hinsichtlich Verträglichkeit, Anwendersicherheit und im Hinblick auf den Tierschutz keine bessere Lösung als die Impfung gegen Ebergeruch.

Dr. med. vet. Franz Lappe
vivet – Ihre Tiermediziner Geseke


STIMMEN VON TIERSCHUTZORGANISATIONEN

Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund

Drei Alternativmethoden zur betäubungslosen Ferkelkastration haben sich bisher als praktikabel und tierschutzkonform herauskristallisiert: die Mast von unkastrierten Ebern, die Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) und die chirurgische Kastration unter Vollnarkose und mit Schmerzmedikation.14

ProVieh e.V.

...PROVIEH setzt sich deshalb weiterhin für die Ebermast ein und favorisiert die Impfung gegen Ebergeruch als Alternative zur Kastration.15

Presseinformation Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz

Im Sinne des Tierschutzes ist die Jungebermast mit Immunokastration die eindeutig erste Wahl der derzeitig zur Verfügung stehenden Alternativen zur (betäubungslosen) Kastration des Schweines. Daher appellieren wir an die Wirtschaftsbeteiligten und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, die Jungebermast mit Impfung ist aus Sicht des Tierschutzes und der Tierethik die beste Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration.16



Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihre Fragen gerne zeitnah und bitten Sie, unser dafür vorbereitetes Kontakt­formular zu nutzen. Alternativ senden Sie uns eine E-Mail an:
info@impfung-gegen-ebergeruch.de

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