Aktuelles

Anwendung in der Praxis

Damit die Impfung gegen Ebergeruch ihre Wirkung entfalten kann, werden die Schweine zweimalig in der Mast geimpft. Entscheidend für den Impferfolg ist es, dass die Tiere bei beiden Impfungen impffähig sind. D.h. die Tiere müssen gesund sein und das Immunsystem der Tiere darf nicht durch Faktoren wie
z.B. Stress beeinträchtigt sein.

Die erste Impfung erfolgt in der Praxis meist bei einem Gewicht von ca. 35kg-45kg, kurz nach der Einstallung in die Mast. Die zweite Impfung wird (4)-6 Wochen vor der Schlachtung der ersten Tiere aus dieser Partie gesetzt. Die zweite Impfung ist hierbei in der Praxis meist noch einfacher durchzuführen als die erste Impfung, da die Tiere zu diesem Zeitpunkt weniger agil sind. Wichtig ist die Nachkontrolle: Ab 2 Wochen nach der zweiten Impfung, muss auf das Auftreten ebertypischen Verhaltens geachtet werden, welches auf eine nicht korrekte Impfung hindeuten kann. Fallen Tiere auf, so müssen diese nachgeimpft werden.

Für die Impfung wird ein Sicherheitsinjektor eingesetzt, welcher im Vergleich zu einer Standardspritze einige zusätzliche Sicherheitselemente beinhaltet und somit eine Selbstinjektion extrem unwahrscheinlich macht. Gleichzeitig erleichtert der Sicherheitsinjektor die korrekte Applikation.

 

spritze

 



Häufige Fragen zur Anwendung in der Praxis
1.Müssen die weiblichen Tiere und Eber getrennt aufgestallt werden?
Die getrenntgeschlechtliche (buchtenweise) Aufstallung wird dringend empfohlen. Der Grund hierfür liegt in der schnelleren Durchführbarkeit der Impfung, da ein „Heraussuchen“ der männlichen Tiere während des Impfvorganges bei getrenntgeschlechtlicher Aufstallung nicht nötig ist. Um ungewollte Trächtigkeiten zu vermeiden muss zudem bei gemischtgeschlechtlicher Aufstallung die zweite Impfung gegebenenfalls früher erfolgen.
2.Bei der zweiten Impfung, 4-6 Wochen vor Schlachtung, sind die Tiere bereits 80-90kg schwer – ist hier eine Impfung problemlos möglich?
Ja. In der Praxis ist der Zeitaufwand für die zweite Impfung sogar häufig geringer als für die erste Impfung mit ca. 35kg, da die Tiere zum Zeitpunkt der zweiten Impfung nicht mehr so agil sind wie bei der ersten Impfung.
3. Kann ich auch mit einer anderen Spritze bzw. einer „Impflanze“ impfen?
Nein, auf keinen Fall. Die Wahrscheinlichkeit einer versehentlichen Selbstinjektion würde sich stark erhöhen. Zudem besteht die Gefahr, dass nicht mit der korrekten Injektionstiefe und nicht an der korrekten Injektionsstelle injiziert wird. Die Praxis zeigt außerdem, dass das Impfen mit dem Sicherheitsinjektor nicht langsamer ist als mit einer normalen Spritze.
zoetis
FÜR TIERE. FÜR DIE GESUNDHEIT FÜR SIE.
Zoetis ist das weltgrößte Tiergesundheitsunternehmen und engagiert sich seit vielen Jahren für das Tierwohl. Zoetis ist u.a. im Bereich der Forschung nach Schmerzmedikamenten engagiert und hat zudem eine Zulassung für eine Impfung gegen den Ebergeruch erlangt. Es ist die Überzeugung von Zoetis, dass bereits heute praktikable Alternativen zur chirurgischen Kastration von Ferkeln bestehen und Zoetis unterstützt die Mitglieder der Lebensmittelkette in ihren Initiativen zur Beendigung der betäubungslosen Ferkelkastration.