Aktuelles

Verbesserte Wirtschaftlichkeit in der Mast

Männliche Schweine werden durch die Kastration in ihrem Stoffwechsel negativ beeinflusst. Die Futterverwertung verschlechtert sich z.B. deutlich. Dies bedeutet ein Mehr an Kosten und zudem mehr Gülle pro kg erzeugtem Fleisch.

Auch weisen die Schlachtkörper von Kastraten weniger Magerfleisch und dafür einen höheren Speckanteil auf.

Da die geimpften Tiere bis zur zweiten Impfung Eber sind, weisen sie in der Mast somit deutliche wirtschaftliche Vorteile auf.

Eine aktuelle Metaanalyse6 von 78 Studien aus der ganzen Welt zeigt diese Vorteile gegenüber den Kastraten auf.

Es zeigte sich eine um 0,23 kg/kg verbesserte Futterverwertung, ein um 1,2 % höherer Magerfleischanteil, sowie eine um 32,5 g höhere Tageszunahme.

Auch in Studien aus Deutschland zeigen sich die Vorteile der geimpften Tiere gegenüber Kastraten.

futterverwertung Magerfleischanteil

Quellen:
1: Andrews et. al. (2009): The effect of vaccinating male pigs with Improvac® on growth performance and carcass quality. 55. ICoMST, Kopenhagen, PE1.03 | 2: Fuchs et. al. (2011) Comparative growth performance of pigs immunised with a gonadotrophin releasing factor vaccine with surgically castrated pigs and entire boars raised under conventionally managed conditions. Berl Munch Tierarztl Wochenschr. 124(1-2):22-7. | 3: Weber (2012) Wie wirkt sich der Einsatz von Improvac® auf die Wachstumsleistungen von Ebern aus? Fachartikel Proteinmarkt.de | 4: Sattler et al. (2014): Effect of time of second vaccination on feed intake, carcass quality and fatty acid composition of male fatteners compared to entire boars and barrows. Berl Munch Tierarztl Wochenschr. 2014 Jul-Aug;127(7-8):290-6. | 5: Fuchs et. al. (2009): A comparison of the carcase characteristics of pigs immunized with a 'gonadotrophin-releasing factor (GnRF)‘ vaccine against boar taint with physically castrated pigs. Meat Sci. 2009 Dec;83(4):702-5.
6:Poulsen Nautrup et al. (2018) - The effect of immunization against gonadotropin-releasing factor on growth performance, carcass characteristics and boar taint relevant to pig producers and the pork packing industry: A meta-analysis. Res Vet Sci. 2018 Jun 15;119:182-195.


Verbesserte Wirtschaftlichkeit in der Ferkelerzeugung

Der Vorteil des Kastrationsverzichts in der Ferkelerzeugung liegt in einer Reduktion der Ferkelverluste, da die Kastrationswunde eine Eintrittspforte für Krankheitserreger darstellt und die Vitalität beeinträchtigen kann.

Eine aktuelle Studie aus Spanien zeigt den Unterschied zwischen kastrierten und unkastrierten Ferkeln.

 

Einfluss Kastration

Quelle:
1:Morales et. al. (2017): Surgical castration with pain relief affects the health and productive performance of pigs in the suckling period. Porcine Health Manag. 2017 Sep 6;3:18.

Beachtet werden muss zudem auch, dass jegliche Art von Betäubung/Narkose die Kastration weiter verteuert und noch unwirtschaftlicher macht.

 


Fleischqualität für den Verbraucher

Für alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette stellt die Gewährleistung einer gleichbleibend hohen Fleischqualität ein wichtiges Ziel dar. Durch die Impfung wird sichergestellt, dass der Verbraucher zum einen kein mit Ebergeruch belastetes Fleisch bekommt, zum anderen erhält er auch weiterhin Verarbeitungsprodukte von gleichbleibend hoher Qualität.

Ergebnisse einer Qualitätsprüfung am Institut für Lebensmitteltechnologie NRW, Prof. Dr. Stiebing am Beispiel Kochschinken (Juli 2013; n=30):

 

kochschinken-ohne-impfung
Kochschinken vom Schwein ohne Impfung gegen Ebergeruch

 

kochschinken-mit-impfung
Kochschinken vom Schwein mit Impfung gegen Ebergeruch

Ergebnis: Keine signifikanten Unterschiede in den Parametern
• Ausbeute (Wasserbindung)
• Aussehen
• Pökelfarbe
• Konsistenz
• Geruch und Geschmack

Ergebnisse aus zwei DLG-Prüfungen:
  • Alle Fleischproben von gegen Ebergeruch geimpften Schweinen erhielten Bestnoten in den Kategorien Geruch und Geschmack
  • Fleisch von geimpften Ebern wurde genauso gut bewertet wie Fleisch der Vergleichsgruppen – keine Unterschiede

qualität-rund


Häufige Fragen
1.Wie groß sind die finanziellen Vorteile, die sich aus der Impfung ergeben?
Die finanzielle Beurteilung der Impfung muss betriebsindividuell erfolgen und hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. Futterkosten und Schlachtpreis aber auch von der Bezahlmaske des abnehmenden Schlachtunternehmens.Als Beispiel zeigen Berechnungen von Dr. Manfred Weber (LLFG Iden) bei einem Schlachtpreis von 1,40 €/kg einen Unterschied von ca. 7,50 €/Tier zugunsten der geimpften Tiere im Vergleich zu Kastraten vor den Kosten der Impfung.
2.Wie hoch sind die Kosten für die Impfung ?
Der Bericht der Bundesregierung (2016) zum Ausstieg aus der Ferkelkastration nennt Verfahrenskosten von 4€. Allerdings sind auch die Kosten für die Impfung von bestimmten Faktoren abhängig, und deshalb betriebsindividuell zu betrachten.
Verringerung der Stickstoff- und Phosporausscheidung

Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung ist die N/P-Bilanz bei vielen landwirtschaftlichen Betrieben in den Fokus gerückt. Einer der Wege um eine Reduktion der N/P- Ausscheidungen zu erreichen liegt darin die Futterverwertung zu verbessern.

Geimpfte Tiere weisen gegenüber Kastraten eine stark verbesserte Futterwertung auf.

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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihre Fragen gerne zeitnah und bitten Sie, unser dafür vorbereitetes Kontakt­formular zu nutzen. Alternativ senden Sie uns eine E-Mail an:
info@impfung-gegen-ebergeruch.de

Ergebnisse aus zwei DLG-Prüfungen:
  • Alle Fleischproben von gegen Ebergeruch geimpften Schweinen erhielten Bestnoten in den Kategorien Geruch und Geschmack
  • Fleisch von geimpften Ebern wurde genauso gut bewertet wie Fleisch der Vergleichsgruppen – keine Unterschiede

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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihre Fragen gerne zeitnah und bitten Sie, unser dafür vorbereitetes Kontakt­formular zu nutzen. Alternativ senden Sie uns eine E-Mail an:
info@impfung-gegen-ebergeruch.de

zoetis
FÜR TIERE. FÜR DIE GESUNDHEIT FÜR SIE.
Zoetis ist das weltgrößte Tiergesundheitsunternehmen und engagiert sich seit vielen Jahren für das Tierwohl. Zoetis ist u.a. im Bereich der Forschung nach Schmerzmedikamenten engagiert und hat zudem eine Zulassung für eine Impfung gegen den Ebergeruch erlangt. Es ist die Überzeugung von Zoetis, dass bereits heute praktikable Alternativen zur chirurgischen Kastration von Ferkeln bestehen und Zoetis unterstützt die Mitglieder der Lebensmittelkette in ihren Initiativen zur Beendigung der betäubungslosen Ferkelkastration.